Wiener Opernball Vorbereitung in München – warum der Linkswalzer entscheidend ist
Der Wiener Opernball gilt als einer der traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Bälle der Welt. Wer dort tanzt – ob als Debütantin, Debütant oder als Gast – bewegt sich in einem Umfeld, in dem tänzerische Etikette und Technik eine besondere Rolle spielen. Anders als auf vielen Bällen in Deutschland steht in Wien vor allem der Linkswalzer im Mittelpunkt.
Eine gezielte Vorbereitung ist daher unerlässlich – insbesondere für Paare, die den Ball eröffnen möchten.
Der Linkswalzer – Grundlage des Wiener Opernballs
Während im deutschsprachigen Raum häufig der rechtsgedrehte Wiener Walzer bevorzugt wird, wird auf den großen Wiener Bällen – allen voran dem Opernball – linksherum getanzt. Der sogenannte Linkswalzer ist die klassische Form des Wiener Walzers und zeichnet sich durch eine kontinuierliche Drehung gegen den Uhrzeigersinn aus.
Technisch wird dabei eingekreuzt, was es ermöglicht, sich innerhalb eines Grundschritts um bis zu 360 Grad zu drehen. Diese Technik erfordert Präzision, Balance und ein gutes Raumgefühl – Eigenschaften, die besonders bei Eröffnungspaaren entscheidend sind.
Warum der Linkswalzer für Debütanten Pflicht ist
Für Paare, die als Debütant:innen an der Eröffnung des Wiener Opernballs teilnehmen möchten, sind sehr sichere Linkswalzerkenntnisse ein zentrales Auswahlkriterium. Die Polonaise und der anschließende Eröffnungstanz verlangen eine saubere Technik, klare Führung und ein harmonisches Erscheinungsbild als Paar.
Jedes Jahr begleiten wir in München mehrere Debütantenpaare auf diesem Weg – von der tänzerischen Vorbereitung bis hin zur Erfüllung der formalen Kriterien.
Bewerbung & Vorbereitung: Mehr als nur Tanzen
Die Teilnahme als Debütantin oder Debütant setzt eine paarweise Bewerbung voraus und ist nur einmal im Leben möglich. Neben den tänzerischen Fähigkeiten spielen auch Körpersprache, Haltung und Ausstrahlung eine Rolle.
Ein wichtiger Bestandteil ist häufig das Bewerbungsvideo, das einen realistischen Eindruck des Paares vermitteln soll. Die Erstellung kann zeitaufwendig sein, lässt sich jedoch sinnvoll mit professionellem Feedback kombinieren – direkt vor Ort in der Tanzschule.
Und wenn man „nur“ Gast ist?
Auch für Gäste des Opernballs ist der Linkswalzer ein wertvolles Zusatzwissen, wenn auch kein Muss. Aufgrund der enormen Dichte auf der Tanzfläche ist starkes Kreuzen oft gar nicht möglich. Dennoch hilft das Verständnis des Linkswalzers dabei, sich sicherer zu bewegen und auf engem Raum elegant zu tanzen.
Wird nur in Wien linksherum getanzt?
Nein. Grundsätzlich kann der Linkswalzer
überall getanzt werden. In Deutschland und Teilen des deutschsprachigen Raums wird jedoch meist die Rechtsdrehung bevorzugt, da sie etwas einfacher zu erlernen ist und viele Tanzflächen kleiner sind.
Für einen schönen, fließenden Linkswalzer sind
große Ballsäle – wie sie in Wien üblich sind – deutlich besser geeignet.
Brauche ich die Figur „das Fleckerl“?
Das Fleckerl ist eine sehr stationäre Drehfigur im Wiener Walzer. Es ist keine Voraussetzung für Debütanten und auch nicht für Gäste des Opernballs. Dennoch kann es sinnvoll sein, diese Figur zu kennen, da sie hilft, das eigene Drehverständnis und die Balance weiter zu verfeinern.
Voraussetzungen für Debütanten beim Wiener Opernball (Überblick)
Um den Opernball zu eröffnen, gelten unter anderem folgende Kriterien:
- Tanzkenntnisse: sehr sicheres Beherrschen des Linkswalzers
- Alter:
- Damen: 18–25 Jahre
- Herren: 18–29 Jahre
(jeweils am Balltag) - Bewerbung: ausschließlich als Paar
- Vortanzen: verpflichtend für Paare aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland; andere Bewerbungen werden primär anhand der Unterlagen bewertet
- Kleidung: Einheitskleidung (schneeweißes Kleid, schwarzer Frack)
- Proben: verpflichtende Teilnahme an den Proben in Wien
Die Bewerbungsfrist endet in der Regel im September des Vorjahres.
Frühzeitig vorbereiten lohnt sich
Gerade die tänzerische Vorbereitung und die Erstellung des Bewerbungsvideos sollten nicht auf die letzte Minute verschoben werden. Eine frühzeitige Begleitung ermöglicht es, Technik, Haltung und Zusammenspiel als Paar in Ruhe zu entwickeln und gezielt zu verbessern.
Erfahrung aus erster Hand
Der Münchner Tanzlehrer und Inhaber Kevin Braun hat selbst in seiner Jugend auf dem Wiener Opernball debütiert. Diese persönliche Erfahrung fließt heute in die Begleitung vieler Paare ein – nicht nur technisch, sondern auch im Umgang mit den besonderen Anforderungen und Fragen rund um den Opernball.
Fazit: Opernball-Vorbereitung braucht Präzision und Erfahrung
Der Wiener Opernball ist kein gewöhnlicher Ballabend. Wer dort tanzt – insbesondere als Debütant:in – sollte sich gezielt vorbereiten. Sichere Linkswalzerkenntnisse, saubere Technik und ein stimmiges Gesamtbild sind entscheidend, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden.
Eine professionelle Vorbereitung in München kann dabei helfen, diese Kriterien strukturiert und realistisch zu erfüllen.













